Fahrradfreundlichkeit von Betrieben/Arbeitgebern

Der Radverkehr in Deutschland nimmt beständig zu, dazu tragen in hohem Maße die Fahrradpendler bei. Dieser Trend wird noch verstärkt durch den Siegeszug der E-Bikes am Markt, mit denen sich die typische Entfernungsgrenze für Arbeitswege mit dem Fahrrad von etwa 8 km auf rund 15 km verdoppelt. Im Zuge dieser Entwicklung fragen auch immer mehr Beschäftigte ihre Arbeitgeber nach steuerbegünstigtem Fahrradleasing (www.jobrad.org).

Aber niemand parkt gern sein Fahrrad - erst recht ein höherwertiges oder gar sein E-Bike - in einer schlecht ausgestatteten Fahrradabstellanlage, wo ein deutliches Risiko für Beschädigungen und Diebstähle besteht oder bei gutem Wetter nicht ausreichend Stellplätze zur Verfügung stehen.

Die Einrichtung einer guten betrieblichen Fahrradabstellanlage kostet kaum mehr als die Einrichtung einer schlechten. Sogar die Hochrüstung einer schlechten in eine gute Anlage rechnet sich, denn betriebliche Investitionen in Fahrradfreund­lichkeit zahlen sich in jedem Fall aus: durch zufriedenere und gesündere Mitarbeiter - das ist wissenschaftlich erwiesen!

Gestaltungsgrundsätze für gute betriebliche Fahrradabstellanlagen sind zu finden auf www.fahrradparken.info. Darauf basiert auch der "Bewertungsbogen Betriebe", der über die Bedingungen des Fahrradparkens hinaus noch weitere attraktive Instrumente für einen fahrradfreundlichen Betrieb auflistet:

Ergebnisdarstellung

Durch Anklicken eines Betriebenamens in der folgenden Betriebeübersicht gelangt man zu dessen ausführlicher Ergebnisdarstellung. Ein Kreisdiagramm zeigt darin die Fahrradfreundlichkeit des Betriebes auf einen Blick:

Je mehr Fläche im Kreisdiagramm farblich gefüllt ist, desto mehr Fahrradstellplätze bietet der Betrieb. Das Kreisdiagramm ist komplett gefüllt, wenn genügend Stellplätze gemäß lokalem Radverkehrsanteil zuzüglich einem Viertel Reserve vorgehalten werden. Ersatzweise kann die Sollanzahl von Stellplätzen auch durch mehrmalige Bobachtung der Auslastungssituation gewonnen worden sein.
Je grüner die Farben im Diagramm sind, desto besser sind die Qualität und Tauglichkeit der installierten Fahrrad­halterungen (mittlerer Ring im Diagramm) und desto besser sind die Umgebungsbedingungen der Fahrradabstellanlage (äußerer Ring im Diagramm). Der Innenkreis des Diagramms zeigt mit seiner Farbe an, wie fahrradfreundlich sich der Betrieb über die Bedingungen des Fahrradparkens hinaus gibt.

Übersicht bewerteter Betriebe/Arbeitgeber

PLZ Betrieb/Arbeitgeber Fahrradhalterungen
Tauglichkeit xAnzahl
Umgebungsbedin-
gungen xAnzahl
allgemeine Fahr-
radfreundlichkeit
Gesamtergebnis
38100 AOK Servicezentrum Braunschweig 0,8 8,3 5 14,1
38100 Staatstheater Braunschweig, Am Theater 6,3 3,2 3 12,5
38104 Julius-Kühn-Institut, Messeweg 11/12 4,3 10,6 2 17,0
38112 VW Braunschweig, Werk 1, Gifhorner Str. 2,2 7,6 2 11,9
38114 Klinikum Celler Straße 5,1 7,9 5 18,0
38116 Physikalisch-Techn. Bundesanstalt PTB 5,5 9,6 6 21,1
38122 Öffentliche Versicherung, Th.-Heuss-Str. 8,4 6,8 3 18,2
38122 real-SB-Warenhaus, Otto-von-Guericke-Str. 2 10 4 16,0
38124 Herzogin Elisabeth Hospital HEH 16,6 10,3 5 32,0
38124 Zollern BHW Gleitlager GmbH 2 8 0 10,0
38126 Braunschweiger Verkehrs-GmbH 14 9,5 5 28,5
38126 Klinikum Salzdahlumer Straße 4,7 5,1 4 13,9
38126 Siemens Braunschweig 10,1 5 5 20,2
38436 VW-Stammwerk Wolfsburg 13,1 6,7 6 25,8
38440 Autostadt Wolfsburg, Stadtbrücke 6,9 3,4 4 14,3
38440 MobileLifeCampus + OpenHybridLabfactory 10,6 6,5 4 21,1
38442 Forum AutoVision, Major-Hirst-Straße 15,6 7,2 6 28,8
38442 Sitech Sitztechnik GmbH 6,5 7,8 5 19,3
38685 Langer Blechwaren u. Stahlbau GmbH 20 8,0 6 34,0